Therapeutisches Programm

Das therapeutische Programm für frauenspezifische Psychosomatik basiert einerseits auf den bekannten verhaltenstherapeutischen Prinzipien in der Behandlung von Depressionen, Angststörungen, Essstörungen und Somatisierungsstörungen, andererseits auf der besonderen Berücksichtigung der frauenspezifischen Faktoren, also v. a. den psychosozialen Einflüssen und deren Auswirkungen.

Ein zentraler Punkt der häufigen Anpassungsstörungen bei Partnerschafts- bzw. Beziehungsproblematiken, aber auch der depressiven Störungen besteht in der mangelnden Ausprägung von Selbstsicherheit bzw. Selbstbewusstsein. Hieraus resultiert für Frauen oft die Schwierigkeit, sich abzugrenzen bzw. sich durchzusetzen. Insofern nimmt in der Therapie die Problematik der mangelnden sozialen Kompetenz einen wichtigen Raum ein. Insbesondere die Verbesserung kommunikativer Fähigkeiten stellt einen wichtigen therapeutischen Ansatz dar.

Die Psychotherapie in der frauenspezifischen Psychosomatik umfasst sowohl die Einzel- wie Gruppentherapie. Während in der Einzeltherapie in besonderem Maß auf Traumatisierung eingegangen werden kann, können Angst und Depression in den jeweiligen Gruppen behandelt werden. Darüber hinaus ist die Behandlung in der sozialen Kompetenzgruppe von besonderer Bedeutung. Eine wesentliche Ergänzung des Therapieprogramms ist in einer themenzentrierten "Frauengruppe" zu sehen. Die physikalische Therapie, Kreativtherapie und ein ausgewogenes Bewegungsprogramm stellen eine sinnvolle Ergänzung zur Psychotherapie dar.


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